Verfasst am: 26.11.2013

Von:  Martin Metzenbauer

Schiff ahoi!

Upper Deck Travel stellt fünf neue Kreuzfahrtschiffe vor, die 2014 in See stechen werden.

North Star der Quantum of the Seas (Foto: Royal Caribbean International).

Neubauten von Kreuzfahrtschiffen kommen heute nicht mehr ohne spezielle Gadgets aus - wie der "North Star" auf der Quantum of the Seas von Royal Caribbean (Fotos: Costa Kreuzfahrten, Norwegian Cruise Line, Princess Cruises, Royal Caribbean International, TUI Cruises).

Kreuzfahrten haben weiterhin Hochsaison: Immer beliebter wird das Reisen per Schiff. Sind es 1993 weltweit gerade einmal 4,7 Millionen Passagiere gewesen, die sich auf "Cruise" begeben haben, waren es 2012 rund 20,3 Millionen, wie das Portal Cruisemarketwatch berichtet. Und damit soll das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein.

Die Gäste werden dabei auch immer wählerischer. Was vor zehn Jahren noch State-of-the-Art war, ist heutzutage mitunter schon überholt. Kaum noch jemand will in einer Kabine mit Bullauge seinen Urlaub verbringen - ein Balkon muss es immer öfter sein. Und wer preislich auf eine Innenkabine angewiesen ist, muss nicht in klaustrophobisch-depressive Verstimmungen verfallen, sondern kann beispielsweise bei Royal Caribbean den "Ausblick" auf einem virtuellen Balkon genießen. Ältere Schiffe bieten diese Art des Komforts freilich nicht. 

Um der zunehmenden Nachfrage und dem steigenden Komfortanspruch Rechnung zu tragen, verlassen jedes Jahr etliche Neubauten die Werften von Papenburg bis Turku. Was uns im kommenden Jahr 2014 erwartet, hat sich Upper Deck Travel angesehen.

Norwegian Getaway

Bereits am Anfang des Jahres wird die Norwegian Getaway von Norwegian Cruise Line (NCL) die Meyer-Werft verlassen. Insgesamt 3.969 Passagieren wird sie Platz bieten und nach ihrer Fertigstellung von Miami aus zu Sieben-Nächte-Kreuzfahrten in die östliche Karibik unterwegs sein. Die Norwegian Getaway wird das größte ganzjährig ab Miami kreuzende Schiff sein.

Seit 2013 ist bereits das fast baugleiche Schwesterschiff Norwegian Breakaway auf den Weltmeeren unterwegs. Darüber hinaus hat Norwegian Cruise Line die Meyer Werft mit dem Bau von zwei größeren "Breakaway Plus"-Schiffen beauftragt: Die Norwegian Escape soll im Herbst 2015 ausgeliefert werden und die Norwegian Bliss stößt im Frühjahr 2017 zur Flotte.

Norwegian Getaway (Foto: Norwegian Cruise Lines)

Die Norwegian Getaway trägt ein Kunstwerk von David "LEBO" Le Batard aus Miami.

Die Norwegian Getaway wird einige Highlights bieten, so zum Beispiel eine Ice Bar, bei der man sich bei Temperaturen von minus 8 Grad Celsius abkühlen kann. Außerdem wird es mit dem "Illusionarium" ein neuartiges Dining- und Entertainment-Erlebnis geben. Dort wird man in die Welt der Magie eingeführt und kann Illusionen von Magiern und Spezialeffekte bestaunen. Der Aqua Park an Bord beeindruckt mit fünf über mehrere Decks führenden Wasserrutschen.

Die NCL-Schiffe fahren unter dem Motto "Freestyle Cruising". Dabei soll der Tagesablauf ganz nach dem Geschmack der Gäste gestaltet werden. So gehören hier fixe Essenszeiten der Vergangenheit an. Auch eine vielfältige Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten, Theatern, Lounges und Bars sowie Freizeitaktivitäten stehen im Fokus dieses Konzepts. Und mit dem Dresscode nimmt man es hier ebenfalls nicht so genau.

Norwegian Getaway (Foto: Norwegian Cruise Lines)

Die Ice-Bar an Bord der Norwegian Getaway.

Mein Schiff 3

TUI Cruises aus Deutschland wird ihr drittes Schiff auf Reisen schicken - die Mein Schiff 3. Dabei handelt es sich um den ersten Neubau für die 2008 gegründete Reederei. Mein Schiff 1 ist die 1996 gebaute ehemalige Celebrity Galaxy, Mein Schiff 2 die 1997 vom Stapel gelaufene vormalige Celebrity Mercury.

Mein Schiff 3 wird von der finnischen STX-Werft erbaut und soll ab Mai 2014 für TUI Cruises unterwegs sein. Insgesamt 2.506 Passagiere sollen auf dem Schiff Platz finden. 85 Prozent der Kabinen verfügen über Balkons. Sie wird im Sommer im Mittelmeer unterwegs sein und im Herbst zu den Kanarischen Inseln wechseln.

Mein Schiff 3 von TUI Cruises (Foto: TUI Cruises)

Mein Schiff 3 von TUI Cruises.

Eines der Highlights des TUI-Neubaus wird der "Diamant" sein. Diese Glasfassade in Form eines Edelsteins am Heck des Schiffes erstreckt sich über zwei Decks und verleiht dem Schiff einen wohl unverwechselbaren Charakter. Im lichtdurchfluteten Innenbereich des Diamanten befinden sich einige Restaurants. Aber auch für die audiophile Klientel wird die Mein Schiff 3 einen besonderen Leckerbissen mit an Bord haben. In Kooperation mit Opern- und Konzerthäusern entsteht mit dem "Klanghaus" für 1.000 Gäste nach TUI-Angaben der erste Schiffs-Konzertsaal mit natürlich anmutender Akustik auf dem Meer.

Kulinarisch darf man sich über 23 Restaurants, Bistros und Bars freuen - darunter "Richards", wo man alle zwei Monate einen neuen Küchenchef einlädt. Der Spa- und Sportbereich ist rund 1.700 Quadratmeter groß.

Der Konzertsaal der Mein Schiff 3 soll auch den Ansprüchen der audiophilen Klientel genügen.

Regal Princess

Ebenfalls ab Mai 2014 soll der Neuzugang von Princess Cruises, die Regal Princess, auf den Weltmeeren unterwegs sein. Das Schwesterschiff der Royal Princess und 18. Schiff der Reederei wird 3.560 Passagieren Platz bieten und in der Fincantieri-Werft fertiggestellt.

Auch dieses Schiff wird einige interessante Features bieten. So wird die Regal Princess über das größte Pool-Deck samt Wasser- und Licht-Show der Princess-Flotte verfügen. "Kino unter den Sternen" wird auf einer verbesserten Leinwand geboten und der neu "SeaWalk" ermöglicht senkrechte Blicke aus fast 40 Metern Höhe. Ebenfalls angenehm: Alle Außenkabinen verfügen über Balkons.

Foto: Princess Cruises

Gäste aller Außenkabinen der Regal Princess dürfen sich über Balkons freuen.

Spektakulär wird jedenfalls das Atrium des Schiffes sein. Dieses wurde im Vergleich zu anderen Princess-Schiffen um einiges größer gestaltet und mit edlen Materialien ausgestattet. Das Lotus-Spa wird ebenfalls das größte der Flotte sein und selbst ein Fernsehstudio, in dem unter anderem Late-Night- und Koch-Shows produziert werden sollen, findet man an Bord.

Kulinarisch hat man bei Princess ein recht innovatives Konzept erarbeitet. So wurden die Restaurants in "Traditional", "Anytime", "Special" und "Casual" eingeteilt. So kann man "traditionell" zu vorgegebenen Essenszeiten Platz nehmen, in anderen Restaurants kann man hingegen zu freien Zeiten dinieren. Für besondere Anlässe werden im "Sabatini´s" italienische Spezialitäten serviert, im "Crown Grill" lautet das Motto Steak und Seafood. Wer hingegen den kleinen Hunger stillen möchte, ist in einer Reihe von Pizzerias, Konditoreien usw. gut aufgehoben.

Die Regal Princess wird im Sommer im Mittelmeer unterwegs sein (Start- und Zielpunkt Venedig oder Barcelona) und im Winter durch die Karibik fahren.

Foto: Princess Cruises

Der Seawalk auf dem baugleichen Schwesterschiff Royal Princess: Spektakuläre Ausblicke sind hier garantiert.

Quantum of the Seas

Ebenfalls in der Meyer Werft in Papenburg lässt Royal Caribbean ihre Quantum of the Seas bauen. Sie wird die erste Vertreterin der neuen Quantum-Klasse sein, von der bis 2017 zwei weitere Schiffe gebaut werden sollen. Insgesamt 4.180 Passagiere haben hier Platz.

Das Schiff bietet eine Reihe von Innovationen. Darunter den "North Star" - eine Kapsel auf einem Hebearm, die Gäste bis zu 90 Meter hoch über das Meer bringt. Das "Two70°" ist ein am Heck des Schiffes platzierter, über drei Stockwerke reichender, verglaster Bereich. Untertags können die Passagiere den Ausblick über 270 Grad genießen. Abends kann man die Fenster mit Projektoren bestrahlt werden, was zum Beispiel für Shows interessante Effekte verspricht.

Quantum of the Seas (Foto: Royal Carribean International)

Die Quantum of the Seas - gut erkennbar "Two70°", der um drei Seiten verglaste Bereich im Heck des Schiffes.

Das "SeaPlex" hingegen ist der neue Ort an Bord der Quantum of the Seas für Familienaktivitäten, wie Autoscooter oder Basketball. Bei der Zirkusschule kann man Kunststücke erlernen, die "Music Hall" lädt hingegen am Abend mit Live Musik der Hausband zum Tanzen ein. Neben den vielen Neuerungen der Quantum of the Seas fehlen Highlights wie der "FlowRider"-Surfsimulator und die bereits bekannten Loft Suiten auch bei diesem Schiff nicht.

In Europa wird man die Quantum of the Seas zumindest vorerst nicht sehen. Sie soll im Herbst 2014 ausgeliefert werden und in der Karibik sowie in Richtung Bermuda und Bahamas unterwegs sein.

Quantum of the Seas (Foto: Royal Carribean International)

Der spektakuläre "North Star" auf der Quantum of the Seas.

Costa Diadema

Das größte bisher unter italienischer Flagge fahrende Schiff wird die Costa Diadema sein, die bei Fincantieri gebaut wird. Nicht weniger als 4.947 Passagiere finden auf dem Oceanliner Platz. Im Herbst 2014 wird das Flaggschiff von Costa erstmals zu einer Kreuzfahrt in See stechen und dabei einige Neuigkeiten in Sachen Gastronomie, Entertainment und Technologie bieten.

Zu den Neuerungen an Bord gehören erweiterte Restaurantangebote wie der bayrische Bierkeller, ein Teppanyaki-Restaurant oder die Pizzeria "Piazza Pizza".

Die Costa Diadema wird ab November 2014 unterwegs sein.

Hinzu kommen neue Unterhaltungsangebote und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten in Designerläden und Outlet-Geschäften. Die 500 Meter lange Freiluftpromenade sowie das auf drei Ebenen inklusive Oberdeck ausgeweitete Samsara Spa sollen auch ein regeneratives Urlaubserlebnis ermöglichen.

Ihre Jungfernfahrt startet die Costa Diadema im November 2014 in Venedig. Von dort bricht sie auf zu einer fünftägigen Kreuzfahrt nach Savona, ihrem Heimathafen für die Wintersaison 2014/15.

Costa Diadema (Foto: Costa Kreuzfahrten)

Auf der Costa Diadema wartet auch ein großzügiger Spa-Bereich.


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