Verfasst am: 15.09.2013

Von:  Jan Gruber

Imperiales Reisen mit Transaero

Die russische Fluggesellschaft Transaero Airlines gewährte Upper-Deck-Travel-Partner Austrian Aviation Net einen exklusiven Einblick in das Flaggschiff der Flotte, eine Boeing 737 mit luxuriöser "Imperial-Class"-VIP-Kabine. Ein Einzelstück in der Flotte des russischen Luftfahrtunternehmens. Austrian-Aviation-Net-Redakteur Jan Gruber sprach mit Dmitry Stolyarov in Moskau exklusiv für Upper Deck Travel über die luxuriöse "Imperial Class" von Transaero Airlines.

Die "Imperial Class" von Transaero bietet viel Luxus (Fotos: Jan Gruber).

Die "Imperial Class" von Transaero bietet viel Luxus (Fotos: Jan Gruber).

Das russische Luftfahrtunternehmen bietet seit einigen Jahren für sämtliche Reisenden, die auf Komfort, Luxus und exklusive Zusatzleistungen besonderen Wert legen eine weiterentwickelte First-Class unter der Bezeichnung "Imperial Class" an. Diese wird auf fast allen Mittel- und Langstreckenflügen von Transaero Airlines, die mit Boeing 747, Boeing 777 und in Kürze auch Boeing 767 durchgeführt werden, angeboten.

"Imperial Class bietet vieles mehr als nur den reinen Flug. Als 2008/2009 die Weltwirtschaftskrise ausgebrochen ist, haben wir festgestellt, dass die Nachfrage hochwertiger Dienstleistungen seitens Leuten, die vor der Krise ihre eigenen Flugzeuge benutzt haben, stark gestiegen ist. Wir haben dieses Superprodukt entwickelt und damit sogar das, was bei manchen Fluggesellschaften als First Class angeboten wird, übertroffen", erklärte Dmitry Stolvarov, stellvertretender Generaldirektor von Transaero Airlines stolz zum High-End-Produkt. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Fluggäste, die in unserer Imperial-Class reisen sich eher länger an Board aufhalten wollen und dort gar nicht mehr weggehen wollen. Wie eine fliegende Luxusvilla eben."

Sitz der "Imperial Class" an Bord einer Langstreckenmaschine von Transaero.

Reisen in der "Imperial Class" von Transaero beginnt bereits vor dem Abflug, denn ein eigener Conciergedienst kümmert sich um die exklusiven Wünsche der Reisenden. "Jeder Imperial-Class-Fluggast wird seitens Transaero bei der An- und Abreise zum Flughafen durch einen Limousinen-Service auf Kosten von Transero und dem Aufenthalt in VIP-Räumen an den Airports unterstützt", so Stolyarov. Während andere Fluggesellschaften an allen Ecken und Enden am Personal sparen, setzt Transaero in der Imperial-Class auf persönliche Betreuung: "Jeder Fluggast bekommt seinen persönlichen Manager. Diese haben gesonderte Uniformen, durch die diese vom Rest der Kabinenbesatzung sofort zu unterscheiden sind."

Transaero legt offensichtlich höchsten Wert darauf, dass Passagiere in der Imperial-Class stets den Eindruck haben, dass sie die ersten Fluggäste sind, die in diesem Flugzeug geflogen sind. So zeigte sich bei der Präsentation einzelner Maschinen, die mit Imperial-Class ausgestattet sind, aber auch im VIP-Flugzeug, dass Sitze und Teppich stets verdeckt werden, um sie vor Verunreinigung zu schützen. Sogar Technikern ist es nicht gestattet mit Straßenschuhen durch die Imperial-Class zu laufen.

Fotoserie Transaero Imperial Class


"Es handelt sich an Bord um besonders hochwertige Sessel, die um 180 Grad zu einem Bett ausgelegt werden können. Jeder Imperial-Class-Fluggast bekommt bei uns eigene Bettbezüge und einen Pyjama", zeigt Stolyarov stolz seine besondere First-Class. "Das Geschirr in dieser Klasse wird im Auftrag von Transaero durch eine bekannte Firma in St. Petersburg gefertigt. Diese Firma heißt übrigens ebenfalls Imperial..."

Auf dem exklusiven Geschirr serviert Transaero nicht irgendein Catering, sondern bezieht dieses vom berühmten Moskauer Nobelrestaurant "Puschkin". "Da wird nicht nur einfach gut gekocht, sondern köstlich", schwärmt Stolyarov und klopft sich dabei auf den Bauch. Auch im Bereich der Getränke setzt Transaero ausschließlich Exklusivität. "In der Imperial-Class erfüllen wir jeden Wunsch. Vom einfachen Mineralwasser, über besondere Fruchtsäfte bis hin zu den exklusivsten Weinen haben wir alles an Board."

Das ganz besondere "mehr" an Luxus bietet diese spezielle Boeing 737, die über eine exklusive Ausstattung verfügt.

Das billigste Imperial-Class-Ticket ist ab 3.000 U.S.-Dollar oneway zu haben. Dennoch: "Man muss die Imperial Class sehr lange im Voraus reservieren, da die Nachfrage sehr groß ist. Die durchschnittliche Auslastung beträgt 78 Prozent", erklärt Stolyarov. Und wer glaubt, dass man durch Bekanntschaften an Gratistickets kommt, irrt: "Viele Freunde rufen mich regelmäßig an und bitten mich um Tickets für die Imperial Class, da sie beispielsweise nach Miami fliegen. Obwohl ich Vorstandsmitglied bei Transaero bin, kann ich doch nicht einfach ausgebuchte Plätze stornieren." Diskret wird Dmitry Stolyarov wenn es um Auskünfte um Kunden der Imperial-Class geht: "Ach, es gibt sehr viele Reisende, die es gewohnt sind, mit Komfort zu reisen und es sich auch leisten können und wollen", so Stolyarov.

Noch exklusiver: VIP-Imperial-Class-Flugzeug

Wem ein Flug in der Imperial-Class von Transaero nicht luxuriös genug ist oder zu einer Destination fliegen möchte, die vom russischen Carrier auf der Linie gar nicht bedient wird,  hat die Möglichkeit, ein Spezialflugzeug zu chartern. Eine in "Imperial-Class"-Sonderlackierung gehaltene Boeing 737 ist Dmitry Stolyarovs ganzer Stolz. Austrian Aviation Net und Upper Deck Travel gewährte Transaero als einzigen westlichen Medien exklusiven Zutritt zu diesem Flugzeug. Für Mitarbeiter von Transaero, sofern sie nicht in und am Flugzeug arbeiten, ist diese Boeing 737 wie ein Mythos. Fast niemand hat sie zuvor von innen gesehen. So konnte sich auch der Pressemanager von Transaero nicht zurückhalten ein paar persönliche Fotos mit ihrem Handy zu machen und an die Kollegen im Büro zu schicken.



Das "Imperial-Class-VIP-Flugzeug" teilt sich in mehrere Salons. Im vorderen Teil der Kabine befinden sich ein kleiner Besprechungstisch und ein Sofa, das für den Fall des Falles auch mit Sicherheitsgurten ausgerüstet ist. In der nächsten Zone der Maschine findet sich eine Art Konferenzraum. Dahinter – ebenfalls in Imperial-Class-Ausstattung – gibt es einen als Ruhezone gedachter Bereich.

Wenn die High Society unterwegs ist, muss auch eine ganze Horde von Assistenten, Managern, Chauffeuren und wer sonst noch mit muss, dabei sein. Für diese finden sich im hinteren Teil der Kabine einige Economy-Class-Sitze. Diese Aufteilung des Flugzeuges erinnert ein bisschen an ein historisches Schloss in Wien.

Transaero verbaute in diesem Sonderflugzeug zahlreiche Bildschirme, die teilweise so groß sind, dass man damit Public-Viewing eines Fußballspiels veranstalten könnte. Eine nette Nebenerscheinung ist, dass diese durch das Einstecken eines einzigen Steckers auch als Screen für Powerpoint-Präsentationen verwendet werden können. So steht der Vorstandsbesprechung hoch in den Wolken nichts mehr im Weg.


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