Verfasst am: 01.04.2013

Von:  Martin Metzenbauer

Frühlingsgefühle an der Adria

Wenn die Tage wieder länger werden, bietet sich ein Kurztrip an die nordöstliche Adria an.

Fotos: ART/Kirschner, Falkensteiner, Kempinski, Starhotels

Während der kalten Jahreszeit fehlt es in Mitteleuropa vor allem an einem - an Sonne. Kein Wunder, wenn viele dem unwirtlichen Klima "Adieu" sagen und in wärmere Gefilde flüchten wollen. Wem Florida, Thailand oder die Malediven zu weit weg ist, für den bietet sich zumindest im Frühjahr ein Trip an die nahe Adria an. Upper Deck Travel hat sich ein paar lohnende Ziele an der nordöstlichen Adria - von Triest bis Zadar - angesehen.

Kroatien/Zadar - Falkensteiner Hotel & Spa Iadera

Kroatien hat sich zu einer der Lieblingsdestinationen für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum entwickelt - Hotels aller Kategorien lassen die unterschiedlichsten Urlaubsträume wahr werden. Das "Falkensteiner Hotel & Spa Iadera" in der Nähe der Stadt Zadar ist eines der exklusivsten Resorts Kroatiens - fünf Sterne und eine Mitgliedschaft bei "The Leading Hotels of the World" bezeugen das.

Das "Iadera" bietet eine traumhafte Lage auf der Halbinsel Punta Skala und punktet außerdem mit moderner Architektur. Die insgesamt 210 Zimmer und Suiten des modernen Baus verfügen zum Großteil über Meerblick. Kulinarik aus der Region kann man in mehreren Restaurants und Bars genießen. Das 6.000 Quadratmeter große "Acquapura" Spa bietet neben einem Infinity Pool mit Blick auf das Meer, einem Hammam auch eine ganze Reihe von Behandlungs-Zeremonien.

Wer die Umgebung erkunden möchte, kann dies beispielsweise in der nahe gelegenen, reizvollen Hafenstadt Zadar oder in einem der fünf Nationalparks tun.

Die Anreise kann man mittels Auto (sieben bis acht Stunden von Österreich und Süddeutschland) oder per Flugzeug bewerkstelligen. Von Zadar aus werden (meist saisonale) Flüge zu einer Reihe deutscher Airports sowie nach Zürich und Bratislava durchgeführt. Nähere Informationen dazu bietet die Website des Flughafens. Die Anreise per Zug ist leider nur mit mehrmaligem Umsteigen möglich und damit langwierig.

Kroatien/Kvarner Bucht - Hotel Miramar

Weiter im Norden und bereits in halbwegs bequemer Fahrdistanz von Süddeutschland und Österreich (rund fünf Stunden von München oder Wien mit dem Auto aber auch relativ unkompliziert mit dem Zug zu erreichen) findet man das altehrwürdige Seebad Opatija, das auch als Abbazia bekannt ist. An der Kvarner Bucht zwischen der Halbinsel Istrien und dem kroatischen Küstenland gelegen, war es schon zu Zeiten der Monarchie ein beliebtes Urlaubsziel.

Nur ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt liegt das "Adria Relax Resort Miramar". Die Geschichte des Hauses geht bis ins Jahr 1897 zurück, als dort die "Villa Neptun" eröffnet wurde. Diese bildet heute das Kernstück des überschaubaren Hotels, das 2002 vom Salzburger Hotelier Wilfried Holleis übernommen, renoviert und durch drei kleinere Gästevillen erweitert wurde. Das "Miramar" verfügt heute über 104 Superior-Zimmer, Waterfront-Residenzen und Suiten.

Neben der traumhaften Lage an der Kvarner Bucht, die für ihr Mikroklima mit durchschnittlich mehr als 2.000 Sonnenstunden pro Jahr bekannt ist, will das Hotel vor allem mit Kulinarik und Spa-Erlebnissen begeistern. Für letztere erhielt das "Miramar" im Relax Guide 2012 als einziges Hotel Kroatiens drei Lilien.

In der Küche steht das Team von Arthur Berger, der sich ausführlich mit den kulinarischen Seiten der Region Kvarner auseinander gesetzt hat. "Man findet nicht nur Fisch und Meeresfrüchte wie etwa die Kvarner Scampi in feinsten Qualitäten vor, auch andere Produkte haben beachtliches Niveau", so Berger. Dazu zählen beispielsweise der luftgetrocknete Schinken Prsut, Lamm von der Insel Cres, Käse der Insel Pag oder die Trüffeln aus dem nahen Istrien.

Kroatien/Istrien - Kempinski Hotel Adriatic

Wen man Istrien in Richtung Norden umrundet, stößt man im Nordwesten der Halbinsel das "Kempinski Hotel Adriatic". Der Name "Kempinski" bürgt für Qualität, die malerische Landschaft rundherum mit Olivenhainen, Weinbergen und dem Blick auf das Meer wird in der Regel für zusätzliche Genuss-Momente sorgen.

Das Hotel selbst ist mit 184 Zimmern und Suiten ebenfalls überschaubar groß. Zwei Restaurants und drei Bars sorgen für das kulinarische, ein Spa - unter anderem mit Hammam, römischem Bad und Suiten für Paare - für das körperlich-seelische Wohl. Golfspieler können am benachbarten 18-Loch-Golfplatz ihr Handicap verbessern.

Wer ins "Adriatic" fährt, sollte allerdings - trotz des dort gebotenen Komforts - nicht auf Ausflüge in die Umgebung verzichten. So kann man im benachbarten Savudrija den ältesten Leuchtturm der östlichen Adria besuchen. Der beschauliche Urlaubsort ist übrigens auch wegen seiner schönen Sonnenuntergänge berühmt - optimal für romantische Seelen! Mit dem Auto leicht zu erreichen sind auch die istrischen Städte Poreč, Umag, Pula und Rovinj. Ab Ende April führt Venezia Lines auch Fährverbindungen nach Venedig durch.

Slowenien - Kempinski Palace Portoroz

Rund eine halbe Stunde Fahrzeit vom "Adriatic" entfernt, befindet sich - bereits in Slowenien - ein zweites Hotel der Kempinski-Gruppe, das "Kempinski Palace Portorož". Der Name ist hier Programm, da das Haus ohne Übertreibung an einen Palast erinnert. Erbaut wurde das Haus noch in Zeiten der Donaumonarchie, als Portorož als Heil- und Kurort "entdeckt" wurde. Im Jahr 1910 wurde das "Palace", das im historistischen Stil mit Elementen des Jugendstils und der Neorenaissance erbaut wurde, eröffnet.

Durch die turbulente Zeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stagnierte der Bäderverkehr, anschließend durchlebte das Hotel ebenfalls wechselhafte Zeiten und musste in den 1980er Jahren sogar geschlossen werden. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens wurde das Haus jedoch wieder zu altem Glanz erweckt, aufwändig renoviert, durch einen modernen Neubau erweitert und der Kempinski-Gruppe zum Betrieb übergeben. Im Jahr 2008 durfte das Hotel seine zweite große Eröffnung erleben.

 

Die insgesamt 164 Zimmer und 17 Suiten wurden vom französischen Innenarchitekten Jean-Claude Laville gestaltet. Subtil nimmt er dabei Bezug auf den Namen Portorož, der übersetzt "Hafen der Rosen" bedeutet: Im neuen Teil des Hotels setzte Laville Stilelemente ein, die an die Königin der Blumen erinnern.

Kulinarisch wird man in den Restaurants "Sophia" (übrigens benannt nach Sophia Loren, die seinerzeit im "Palace" residierte) und "Fleur de Sel" verwöhnt. Der alte Ballsaal dient als Frühstückssaal und kann auch für Gala-Diners genutzt werden. Für Treatments steht das "Rose Spa" zur Verfügung.

Italien/Triest - Savoia Excelsior Palace

Wer es lieber etwas urbaner haben möchte, der ist in der nahen Hafenstadt Triest gut aufgehoben. Dort versprüht das elegante "Savoia Excelsior Palace" den Charme eines Grand Hotels - und punktet mit einer optimalen Lage, um die Stadt zu erkunden. Direkt neben dem Hafen gelegen, sind es nur ein paar Schritte zur Piazza. Das Schloss Miramare erreicht man mit dem Auto in rund 15 Minuten.

Triest selbst bietet natürlich auch eine Menge an weiteren Sehenswürdigkeiten - darunter Schlösser und Museen - ist aber auch für kulinarische Highlights bekannt. Von  einfachen Trattorien, wo man aber oft von bodenständig-genialer italienischer Küche verzaubert wird, bis hin zu stylishen Restaurants kann man hier Gaumenfreuden aller Art entdecken. Berühmt ist beispielsweise das Fischrestaurant "Scabar", ein Geheimtipp hingegen das "La Corte".

Aber auch das Hotelrestaurant des "Savoia" namens "Savoy" ist bekannt für moderne italienische Küche. Das Hotel selbst bietet abgesehen von seiner grandiosen Lage auch die Annehmlichkeiten, die man sich von einem Luxushotel erwartet. Insgesamt 108 Zimmer und 36 Suiten stehen zur Verfügung, viele davon mit Meerblick und teilweise auch Terrasse. Nettes Detail ist das "Pillow Menu" - die Gäste können sich Polster nach ihrem Geschmack aussuchen.

Wie man sieht, bietet die nordöstliche Adria ein vielfältiges Angebot - zumindest von Süddeutschland und Österreich - gut erreichbaren Destinationen mit einer steigenden Anzahl interessanter Hotels. Optimal, um nach dem heuer besonders langen und kalten Winter den Frühling am Meer willkommen zu heißen!


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