Verfasst am: 02.01.2013

Von:  Martin Metzenbauer

Destination BCN

Barcelona hat als einer der touristischen Hot Spots Europas ein hochinteressantes Hotelangebot vom kleinen Boutiquehotel bis zum riesigen Luxustempel.

Das Pool des Hotel Arts in Barcelona (Fotos: ABaC, Arts, Mandarin Oriental, Mercer, Suites Avenue, W Hotels).

Barcelona. Alleine wenn man diesen Namen hört, hebt sich der Puls, steigen die Endorphine und man bekommt automatisch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Kein Wunder, dass Künstler wie Gaudí und Miró neben vielen, vielen anderen diese Stadt geliebt und in ihr gelebt haben. Barcelona hat nicht nur Flair, die Drei-Millionen-Einwohner-Stadt hat Energie - und das merkt man auf Schritt und Tritt. Wenn man zum Beispiel die Rambla Richtung Hafen wandert, einen Abstecher ins Barri Gòtic macht oder dem unglaublichen Markt Boqueria einen Besuch abstattet.

Gerade seit Barcelona vor mehr als zwanzig Jahren mit den Olympischen Spiele 1992 begonnen hat, sich zu erneuern und zu einem der Hot Spots Europas zu werden, hat sich auch die Hotellandschaft fast neu erfunden. Heute findet man einige der interessantesten Häuser des Kontinents in der katalanischen Hauptstadt. Upper Deck Travel stellt sechs davon vor.

Arts

Das "Arts" wurde zwar erst zwei Jahre nach der Olympiade eröffnet, gilt aber trotzdem als Symbol der städtebaulichen Veränderungen, die sich in Barcelona in der ersten Hälfte der 1990er Jahre zugetragen haben. Kein Wunder: Man sieht den 44-stöckigen Turm, der in der Nähe des Strandes errichtet wurde, fast von der ganzen Stadt.

Das "Arts" (Mitte) ist eines der markantesten Gebäude Barcelonas.

Das Gebäude wurde vom Architekturbüro Skidmore, Owings and Merrill entworfen, aus dessen Feder beispielsweise auch der Burj Khalifa in Dubai stammt. Der Stil des Hauses kann als "modernistische High-Tech-Architektur" bezeichnet werden. Blaues Glas und Stahl geben der Fassade einen harten aber doch interessanten Charakter.

Die Gäste finden in dem mehr als 150 Meter hohen Gebäude, das mittlerweile von Ritz-Carlton betrieben wird, 483 Zimmer und Suiten, viele davon mit phantastischem Ausblick über die Umgebung. Die Kategorien gehen von Deluxe-Zimmern über die mehr als 70 Quadratmeter großen Executive Suiten in den oberen Etagen bis hin zur Präsidentensuite.

Suite mit tollem Ausblick.

Kulinarisch wird man im "Arola" (zwei Michelin-Sterne) mit katalanisch-europäischer Küche verwöhnt, die "Enoteca" (ein Stern) bietet mediterrane Küche. Mehrere weitere legere Bars und Restaurants runden das Angebot ab. Ein Six Senses Spa, Pool und eine Sonnenterrasse laden zum Relaxen und Verwöhnen(lassen) ein.

W

Ebenfalls spektakulär in Sachen Architektur und Lage ist das 2009 eröffnete "W Barcelona". Der bekannte Architekt Ricardo Bofill hat das 26 Stockwerke hohe Gebäude, das aufgrund seiner Architektur auch als "La Vela" (Segel) bezeichnet wird, im Süden des Bezirks Barceloneta errichtet. Das Haus verfügt über 473 Zimmer - und einen eigenen Strandzugang.

Keine Frage, warum das "W Barcelona" auch La Vela genannt wird.

Die Zimmer und Suiten sind - W-entsprechend - stylish eingerichtet und sollen die Gäste mit tollen Ausblicken, Spa-Produkten von Bliss oder einem State-of-the-Art Entertainment System erfreuen.

Die "Eclipse Bar" bietet phantastische Ausblicke auf die katalanische Metropole.

Für kulinarische Erlebnisse sorgen unter anderem Carlos Abelláns "Bravo 24", für romantische Ausblicke die "Eclipse" Rooftop-Bar. Neben dem Strand findet sich ein eleganter Pool.

Mandarin Oriental

Ganz im Gegensatz zu den Hochhäusern des "Arts" und "W" zeigt sich das "Mandarin Oriental" in Barcelona nobel zurückhaltend. Das überschaubare 98-Zimmer-Hotel befindet sich am eleganten Passeig de Gràcia unweit von zwei der bekanntesten architektonischen Meisterleistungen von Antoni Gaudí, der Casa Batlló und der Casa Milà.

Schöne Sonnenterrasse am Dach des "Mandarin Oriental".

Das "Mandarin Oriental" selbst ist in einem eleganten Gebäude aus der Mitte des 20. Jahrhunderts untergebracht, das früher die Banco Hispano Americano beherbergte. Die "Bankers Bar" erinnert an diese Historie.

Die Zimmer wurden von der spanischen Architektin Patricia Urquioloa eingerichtet. Sie sollen zeitgemäßes Design mit einem Anklang an die orientalischen Wurzeln der Hotelgruppe verkörpern. Die Kategorien reichen von Deluxe Zimmern mit 32 bis zur Penthouse Suite mit 236 Quadratmetern.

Schlafzimmer einer Terrace Suite im "Mandarin Oriental".

Kulinarisch trumpft das "Mandarin Oriental" vor allem durch das Restaurant "Moments" auf, das von der katalanischen Starköchin Carme Ruscalleda geleitet wird.

Suites Avenue

Das "Suites Avenue" aus der Derby Hotel Collection liegt nicht weit entfernt vom "Mandarin Oriental" ebenfalls am Passeig de Grácia. Das Suite-Hotel ist bereits von weitem durch seine extravagante, vom japanischen Architekten Toyo Ito gestaltete, Fassade aus geschwungenen Metallelementen erkennbar.

Tolle Aussicht durch die geschwungene Fassade.

Die Apartments sind 45 bis 86 Quadratmeter groß und verfügen über häusliche Annehmlichkeiten wie eine voll eingerichtete Küche sowie Sitz- und Essbereiche. Eine 24 Stunden geöffnete Rezeption, ein Gym und ein Swimmingpool runden das Angebot ab.

Das Privatmuseum des "Suites Avenue".

Ein ganz besonderes Highlight des Hotels stellt ein Privatmuseum dar, das einen Teil der Archäologischen Sammlung Clos zeigt. Diese besteht aus indischer Kunst sowie aus buddhistischen und hinduistischen Werken aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.

ABaC

Gerade einmal 15 Zimmer und Suiten zählt das "ABaC", ein Mitglied der Small Leading Hotels of the World. Das Hotel liegt etwas abseits, in einem Viertel namens Sarrià-Sant Gervasi. Das Zentrum (Placa Catalunya) ist in gut 10 Minuten per Taxi oder U-Bahn - die fast vor dem Haus hält - zu erreichen.

Manche Zimmer im ABaC haben schöne Terrassen.

Die mit einem recht neutralen Design ausgestatteten Zimmer verfügen unter anderem über Holzfußböden, Bang & Olufsen Fernseher, Nespresso-Kaffeeautomaten, 2 mal 2 Meter große Betten, große Rainshowers sowie Produkte von Hermès. Teilweise können sich die Gäste in den Zimmern auch über Terrassen und Whirlpools glücklich schätzen.

Das Restaurant von Jordi Cruz erfreut Gäste und Guide-Michelin-Tester.

Das wahre Highlight des Hotels ist aber das Restaurant unter der Leitung von Jordi Cruz. Es darf sich über zwei Michelin Sterne sowie die Auszeichnung "Bestes katalanisches Restaurant 2011" der Katalanischen Akademie für Gastronomie freuen. Den Hang zur avantgardistischen Küche erkennt man freilich auch in der Speisekarte: "Nitro-Mojito mit Ananas", "Zwiebel-Consommé mit Trüffel-Knäuel und geraspelter Orangenschale" oder "Gehäutete Strauchtomaten mit Paprikawasser an Olivenöl" lassen erahnen, das man hier keine mediterrane Beliebigkeitskost serviert bekommt. 

Mercer

Eines der neuesten Highlights der lokalen Hotelszene stellt das "Mercer" dar. Als luxuriöses Boutiquehotel besticht das Haus mit minimalistischem Design und einer sensationellen Lage in einem uralten Haus im Barrì Gothic mitten im Stadtzentrum.

Eine der Junior Suiten - minimalistisch, aber elegant eingerichtet.

Den Designern ist es dabei gelungen, alt und neu auf eine unaufgeregte und angenehme Art zu verbinden. Die insgesamt nur 28 Zimmer und Suiten des erst 2012 eröffneten Hauses zeigen keinen Design-Überschwang sondern minimalistische aber hochqualitative Einrichtung - natürlich mit den Annehmlichkeiten, die ein modernes Luxushotel mit sich bringen. Darunter beispielsweise Toiletteartikel von Agua de Loewe.

Modernes Design und klassische Umgebung vereinigen sich im "Mercer" perfekt.

Kulinarisch bietet das Hotel das "Mercerino Restaurant" sowie die Taverne "Vermut Mercerino". Eine Cocktailbar sowie eine Terrasse mit Pool - auf der Drinks und Snacks angeboten werden - runden das Angebot ab. Durch die exzellente Lage des Hotels bietet sich das "Mercer" aber auch als Ausgangspunkt durch die vielen umliegenden Restaurants an.


Joins us facebook twitter Newsletter